Gegen die Streichung der Geisteswissenschaften an der Uni Leipzig

Ein weiterer Schritt zur Reduzierung des geisteswissenschaftlichen Angebotes: Die Universität Leipzig wird die Klassische Archäologie und die Theaterwissenschaft ersatzlos streichen. Anscheinend zwingt der Sparkurs der Landesregierung die Universitätsleitung zu diesem drastischen Vorhaben. Dass dies kein Einzelfall ist, zeigen Jena, Trier, Berlin und viele andere Standorte, wo Studiengänge eingestellt werden und/oder Professuren/ganze Institute verschwinden. Es überrascht nicht, dass es dabei größtenteils die Geisteswissenschaften trifft. Die spätestens seit der Ausrichtung der Unis hin zu „unternehmerischen Hochschulen“ 2009/2010 stattfindende Orientierung am ökonomischen Prinzip des Kosten/Nutzen-Denkens führt anscheinend zwangsläufig zu solchen Maßnahmen.

Wir distanzieren uns ganz bewusst von diesen Vorhaben und fordern ein Umdenken in der Landesregierung. Statt Bildungsausgaben zu kürzen, sollte geraStde hier mehr investiert werden. Die parteipolitischen Aussagen zu „mehr Bildung“ und „Bildung ist Zukunft“ in Zeiten des Wahlkampfes scheinen nicht mehr als Lippenbekenntnisse zu sein und das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt wurden.

Hier ein Artikel zu der Bekanntgabe der Streichung: Link

(dominic)

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