85. KSK in Berlin

Berlin, 21.-24. November 2013, «„Ganz glatt und wie geleckt?!“ – Kunstgeschichte auf dem Laufsteg»

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Unter diesem Motto wird der 85. Kunsthistorische StudierendenKongress vom 21. bis 24. November in Berlin stattfinden. Nach den vorangegangenen Kongressen in Wien und Zürich sollen die Reflektionsprozesse, die während der Vollversammlung aller Studierenden in Bamberg 2012 begonnen wurden, zusammengeführt werden.

Der Kongress wird an insgesamt drei Tagen über drei miteinander verschränkten Sessions stattfinden.

Das Motto für den Winter-KSK steht für diese drei Sessions: Spielwiese, Nabelschau und Weltenbruch. Sie möchten einen Raum bieten, in dem die TeilnehmerInnen hinter die häufig viel zu perfekte, glatte Fassade von Objekten, Methoden, Strukturen und Entscheidungen blicken, diese hinterfragen, dekonstruieren und neue Perspektiven debattieren können. Die Kunstgeschichte mit ihrem internen und externen Handlungsfeldern soll kritisch auf dem Laufsteg von allen Seiten betrachtet werden können.

Session 1: Spielwiese
Für die am Vormittag angesiedelte Ebene im klassischen Tagungsstil sollen zum Thema des KSK wissenschaftliche Thesen/Probleme im Mittelpunkt stehen.

Die Möglichkeiten sind hierbei breit gefächert. Denkbar wären Vorschläge aus folgenden Bereichen: die idealisierte Mittelalterrezeption des Historismus, die absichtliche Gefälligkeit von Kunst, Realienkunde aller Epochen, die Inszenierung von Mode/Modeshows/Modefotographie, Ästhethik und Ikonographie von Musikvideoclips, Präsentations- und Repräsentationsbauten, Auftragskunst, Materialikonographie, Industriedesign, Werbedesign/Werbeästhetik, digitale Designrevolution, Urbanisierung/Gentrifizierung/Sanierung.

Das Thema des KSK ist absichtlich breit aufgestellt und assoziativ angelegt. Angesprochen werden sollen Studierende aller kunstwissenschaftlichen Disziplinen und Methodiken sowie alle akademischen Altersstufen, von Thesen aus Abschlussarbeiten bis zur Lust an einer abwegigen Idee. Auch interdisziplinär angelegte Vorträge oder Ideen aus anderen wissenschaftlichen Disziplinen werden ausdrücklich gewünscht.

Session 2: Nabelschau
Neben den fachlich-thematischen Möglichkeiten soll aber auch (Selbst-)Reflexion betrieben werden. Neue oder alte methodische Ansätze sollen an Beispielen vorgeführt werden um die Vielfalt der Herangehensweisen innerhalb der Kunstgeschichte zu verdeutlichen. Kritische Reflexion der eigenen Methodik oder der Anderer soll im Fokus stehen, aber auch neue Ideen aus anderen Disziplinen, die für das Fach einen anderen Blickwinkel und interessante Erkenntnisse ermöglichen könnten. Auch hier ist der Begriff „Spielwiese“ im Sinne eines Ausprobierens und Austestens Grundlage.

Session 3: Weltenbruch
Aus diesen vorangegangenen Überlegungen ergibt sich die dritte Ebene des KSK: Die Kunstgeschichte in der Welt. Wie werden kulturpolitische Prozesse und Entscheidungen von der Wissenschaft gesehen, begleitet, kommentiert, eingeschätzt? Welche Rolle spielen akademische ExpertInnen hierbei? Bekannte Beispiele für Kulturpolitik wären: das Berliner Schloss, die Debatte um die Gemäldegalerie in Berlin, die „archäologische Rekonstruktion“ der Dresdner Frauenkirche. Es stellt sich die Frage nach der Akteurin Kunstgeschichte, ihrer Wahrnehmung von innen und von außen und ihrer (Selbst)Darstellung in der Politik, den Medien oder der Hochschullandschaft.

Hierzu gehört auch eine Debatte um die aktuelle Situation der Geisteswissenschaften innerhalb der deutschen Hochschulpolitik am Beispiel der Kunstgeschichte oder einzelner Disziplinen (Mediävistik, Architekturgeschichte).

Aber auch die Stellung der Studierenden innerhalb und außerhalb der akademischen Welt soll verortet werden, (Un)Möglichkeiten aufgezeigt und Standpunkte formuliert werden.

Für alle drei Ebenen des KSK können neben klassischen Vorträgen mit anschließender Diskussion auch andere Formen des Austausches wie Workshops, Diskussionsrunden, Exkursionen, Podiumsdiskussion etc. gewählt werden.

Wir bitten bis zum 13. Oktober 2013 um die Einreichung von Exposés mit einer Textlänge von max. 300 Wörtern als PDF an kskberlin@gmail.com.

Einige Angaben zur Person (Hochschule, Fachsemester, Studiengangskombination) bitten wir auch mitzusenden.

Kosten für Anreise und Übernachtung können nach finanzieller Lage übernommen werden.

Für Fragen und Anregungen stehen wir gern via Mail oder der Homepage http://www.kskberlin2013.wordpress.com oder der Facebook-Seite „85. Kunsthistorischer Studierendenkongress“ zur Verfügung.

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